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Der Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat den Garten - oder Arzneikürbis und nahe Verwandte zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gekürt. ![]() ![]() Geschichtliches Durch die spanischen Eroberer gelangte der G. Anfang des 16. Jahrhunderts nach Süd- und anschließend nach Mitteleuropa. In Deutschland wurde er zuerst 1536 von 0. Brunfels als Pepo erwähnt. Die Kürbissamen wurden bereits im 17. Jahrhundert arzneilich verwendet. Ein aus den unreifen Früchten gebranntes Wasser diente damals als Kühlungsmittel bei hohem Fieber sowie bei Augen- und Ohrenentzündungen, Kopfschmerzen und Gicht. Seit mindestens 8.000 Jahren kennt und schätzt der Mensch den Speisekürbis. Dies belegen fossile Funde von Kürbissamen aus Mexiko. Jetzt konnten Genetiker durch Erbgut-Vergleiche nachweisen, dass es sich bei den Spuren nicht um wilde Arten sondern gezielt gezüchtete Nutzpflanzen handelt. Die Forscher aus Panama, Puerto Rico und den USA verglichen sechs wilde Kürbis-Arten mit sechs domestizierten Verwandten. Dabei konzentrierten sie sich auf das Gen nad1 im Erbgut der Mitochondrien. Deren DNA wird nur von der weiblichen Seite vererbt, bleibt über lange Zeiträume fast unverändert und lässt so Rückschlüsse über frühe evolutionäre Entwicklungen zu. Wie die Forscher in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" schreiben, unterscheidet sich das nad1-Gen der Zuchtsorten deutlich von den wilden Arten. Die gezüchteten Kürbisse gehen außerdem auf unterschiedliche wilde Verwandte zurück. |